Gemütlich war die Stimmung am Freitag Nachmittag und am Abend in der Stadt St.Gallen. Stadtpräsiden Thomas Scheitlin eröffnete das alljährliche St.Gallerfest mit dem üblichen Fassanstich vor dem St.Galler Waaghaus. Anschliessend gab es Freibier.
Zwei Tage Regen, sagte der Wetterberich ursprünglich. Doch überraschenderweise blickte am späten Nachmittag sogar noch die Sonne durch die Wolken. Perfekt für den Einstieg ins St.Galler Fest. Doch auch für den Fall, dass heute, Samstag, das Wetter nicht so gut hält, ist die Stadt gerüstet. Die bereits am Donnerstag aufgebauten Bühnen sind natürlich überdacht, ebenso wie die Partybereiche.
Schon vor dem offiziellen Beginn um 19:00 Uhr war die Stadt überraschend voll. Erste Fleischspiesse und Bratwürste bruzelten auf dem Feuer und auch das Bier floss schon reichlich. Zum traditionellen Fassanstich erschienen wie jedes Jahr nur mässig viele Personen. Bruno Bischof, OK-Präsident des Festes, sowie Stadtpräsident Thomas Scheitlin hielen vor dem Anstich eine kleine Einleitungsrede.
Danach geht es auch schon richtig los, mit Musik und weiterer Unterhaltung. Die Stadt füllt sich langsam und erste Gedränge entstehen an den oft besuchten Locations, wie die Brühlgasse.
Heute geht das Programm ab 11:00 Uhr weiter. Aufgrund der schlechten Wetterprognosen werden wohl weniger Leute anwesend sein, als letztes Jahr, wo man regelrecht an schwitzenden Menschen kleben blieb.
Etwas enttäuschend war für viele Besucher das offizielle Ende um 01:00. Da die meisten Jüngeren erst spät erscheinen ist die Party schnell zu Ende. Viele verstehen nicht, wieso man nicht einmal im Jahr eine Ausnahme machen kann. “Früher war alles besser.” Doch auch ohne Musik ging die Party weiter.
Bis in den Morgen blieb weitgehendst alles friedlich. Einige kleine Raufereien liessen sich wohl nicht verhindern. Das Polizeiaufgebot verstärkte sich anschliessend besonders auf dem Marktplatz. Etwa um 03:00 Uhr rannten dann die Ersten Besucher die Metzgergasse hoch, um schreiend anzukündigen, dass alle auf den Marktplatz kommen sollen. Einige rannten hoch und einige runter. Wenig später war ein Zutritt auf den Marktplatz durch die Polizei unterbunden.

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