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Der Weg der Wurst – Eindrücke aus der grössten Supermarktkette der Schweiz

Wie schafft es eine Unternehmung wie die MIGROS, dass die Regale in den Filialen täglich gefüllt sind? Wie behalten sie die Mengen und die Qualität im Auge? Wer sorgt für die Sicherheit? Diese und weitere Fragen wurden heute bei einem Rundgang in der Betriebszentrale der MIGROS Ostschweiz in Gossau beantwortet.

Grundsätzlich ist die MIGROS im Dienstleistungssektor tätig. Sie agiert als Vermittler zwischen den Produzenten und den Kunden und sorgt zugleich bei vielen Produkten auch noch um den letzten Schritt,  das Verpacken. Doch hinter den Tätigkeiten im Betriebszentrum steckt ein System. Wieder einmal wurde auf die Spezialisierung gesetzt. Die ganze Zentrale ist in verschiedene Sektoren getrennt, in denen jeweils an bestimmten Posten die selbe Arbeit erfüllt wird. Trotzdem funktioniert die Zusammenarbeit der einzelnen Bereichen dank dem ausgeklügelten System ohne Probleme.

Was bei Investitionsgütern eine geringe Rolle spielt, auf das muss gerade bei den Frischprodukten besonders Wert gelegt werden. Die meisten Esswaren sind natürlich nur für eine beschränkte Zeit haltbar. Gerade bei den Früchten und dem Fleisch muss dann der Nachfrage entsprechend geliefert werden. Auch die Qualitätskontrolle spielt eine wichtige Rolle. Doch wer behält bei den tausenden von Produkten den Überblick? Genau, unser Freund und Helfer, der Computer. Und gerade in diesem Bereich muss ein Logistikunternehmen entsprechend ausgerüstet sein.

Die Liefermengen ändern von Tag zu Tag. Alle Lieferungen und Auslieferungen werden per Scan festgehalten. Die neusten Logistikroboter von Siemens verstauen die Paletten vollautomatisch im Lager. Sofort kann ermittelt werden, wo sich entsprechende Produkte gerade befinden. Mit Hilfe der neuen Lagerroboter geht alles viel schneller und fehlerfreier. Kilometerlange Förderbänder führen durch die riesigen Hallen. Stapeln, sortieren, erkennen, speichern, verstauen, hervorholen – alles für den Roboter kein Problem. Trotzdem kann auf menschliche Arbeitskräfte nicht vollständig verzichtet werden.

Gerade auf die Hygiene muss natürlich auch grosser Wert gelegt werden. So wurde jeder Besucher schrittweise in Mantel, Kappe und Schuhüberzüge eingepackt. Anschliessend ein Fussbad und eine automatische Handdesinfektion. Auch die Sicherheit spielt in so einem Unternehmen eine grosse Rolle. Was wäre wenn etwas schief geht? Wenn zum Beispiel der Computer seine Daten verliert? Tausende von unbekannten Paletten verstreut im ganzen Gebäude. Wenn die Betriebszentrale nicht mehr funktioniert, fehlt uns das Essen.

Schliesslich noch die ungewollte, abschliessende Sicherheitsdemonstration. Kurz vor Mittag fahren mehrere Feuerwehr- Löschfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene vor. Schnell wird aber klar, dass es sich nur um einen Fehlalarm eines Feuermelders handelte. Aber man kann nie wissen, was passiert. So zahlt die MIGROS lieber hin und wieder ein Fehlausrücken. Die wirklichen Folgen wären nämlich fatal.

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Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

  1. sergeysergey08-28-2010

    Auch bei anderen Grossbetrieben wie beispielsweise der Frisco zuzuschauen wie die Ihr Zeug handeln ist ganz intressant. ;)

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