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Schweizer Delegation auf Entdeckungsreise in München

Auf dem Weg an die Web 2.0 Konferenz in Budapest, welche wir, drei Journalisten/ Fotografen von Tink.ch besuchen sollen, legten wir eine Pause in München ein. Mehr zur Konferenz in den nächsten/ vorherigen Posts. Den Weg über München haben wir aus Kostengründen gewählt und es schien uns eine gute Möglichkeit, mal wieder eine neue Stadt kennen zu lernen.

Übernachten konnten wir in der WG einiger Studenten. Wir konnten so zwar die Kosten eines Hotels umgehen, doch das Chaos in unserem „Schlafzimmer“ war ein gigantisch. Überall Kohlereste und Asche. Der Schlaf wurde uns durch die Partystimmung der Bewohner auch geraubt ;) . Trotzdem eine sympathische Gruppe und wir waren froh, dass wir bei ihnen unterkommen durften.

Nach unserer Ankunft am Dienstag Abend und etwas Surfen, Bloggen und Schwatzen in der WG, wurde es dann schon ziemlich schnell spät. Um 03:00 Uhr war es höchste Zeit sich schlafen zu legen. Unser Tagesprogramm war nämlich unglaublich gefüllt.

München wir kommen. Am Morgen ging es zuerst kurz in die Altstadt. Wir begaben uns noch schnell an die Einsprachstelle der xyz-Bahn, um zu Versuchen, unsere Strafe zurück zu erstatten. Doch wie wir es schon vom Schaffner kannten, hatten wir keine Chance. Dafür waren wir im Nachhinein um drei „tolle“ Jasskartensets reicher, als Entschuldigung.

Mit neuer Energie ging es dann in die Residenz München. Der reich geschmückte Palast versetzte uns in Gedanken in frühere Zeiten. Ein beeindruckendes Gebäude. Mit dem Sprachguide konnte man sich entspannt durchs grosse Gebäude bewegen. Wie es aber diese Guides so an sich haben, war auch dieser wieder etwas zu lange. Das ständige Stehen wurde zur Qual.
Höhepunkt der Residenz waren für mich die Reliquienkammer und das „Schwarze Zimmer“. Die Reliquienkammer ist gefüllt mit seltsamen, mit Gold geschmückten Gefässen. In diesen Gefässen, welche von unglaublich kleinen Figuren geschmückt sind, befinden sich Knochen, Kinderknochen. Auch ganze Babymumien kommen vor. Bestaunenswert war auch die dicke Tresortüre hinter der Holzverkleidung. Es ging nicht lange, bis auch schon der Wärter hinter uns stand. Er erklärte uns anschliessend, dass das ganze Zeugs teuer versichert sei und die Türe unbedingt jeden Abend geschlossen werden muss.

Die „Schwarze Kammer“ ist eigentlich gar nicht schwarz. Viel mehr ist es ein ziemlich leerer Raum, welcher jedoch eine Besonderheit hat. Auf der Decke ist eine optische Täuschung aufgemalt. Wenn man sich in der Mitte des Zimmers, unter dem Kronleuchter, befindet, hat man das Gefühl, dass der Saal viel höher sei. Ursprünglich war das ganze auf Leinwände gemalt. Erst später wurde es richtig auf die Decke übertragen. Warum sich der Raum so nennt ist mir unklar. Mangels Internet hier im Zug kann ich auch gar nicht nachschauen.

In starkem Kontrast zu den Bahnangestellten waren die Museumsaufseher sehr freundlich. Ein leise vor sich her summender Aufseher erklärte uns einige Besonderheiten der Kapelle. Anschliessend lachte uns eine Museumswärterin auf eine freundliche Art und Weise aus, da wir die Türe nicht sofort öffnen konnten.

Nächster Punkt auf unserem Programm war die Pinakothek der Moderne. Daneben existieren noch zwei weitere Pinakotheken. Die Pinakothek ist was wirklich ganz geniales und praktisch für jedes Alter ideal. Schon alleine die Architektur des Gebäudes ist gigantisch. Ein rundes, offenes Dach stellt das Zentrum und die Eingangshalle dar. Nach dem wir unsere Pressebesucherausweise abgeholt hatten (und da wir die Akkreditierung nur auf dem Laptop hatten, dauerte das eine Weile), wurde uns der Weg freigegeben. Die Fotografieakkreditierung, welche wir von Seiten der Pressestelle ausfüllen sollten, war praktisch unnötig. Ein Fotografieverbot existierte gar nicht. Auf der Akkreditierung wurden uns aber Fragen wie: „1. Wie viele LKW Parkplätze benötigen Sie?“ „Wünschen Sie ein Catering?“ , gestellt.
Das Museum war etwas vom besten, was ich je gesehen habe. Die Bilder im Obergeschoss entsprachen zwar nicht wirklich meinem Geschmack, aber die Graphik und Designausstellung war ziemlich cool. Auch die Architekturausstellung mit zahlreichen grossen Stadien aus aller Welt entsprach meinem Geschmack.
Das Museum beschränkt sich auf eine sinnvoll Anzahl von Ausstellungsstücken. Man behält den Überblick und die Beschreibungstafeln sind auch keine halben Bücher.
Nicht zuletzt ist auch das WC erwähnenswert! Ja genau, die Toilette. In modernem Design gehalten und sehr sauber. Die Wasserhähnen besitzen natürlich Sensoren und man stösst mit etwas grösseren Händen nicht dauernd am Lavabo an. Letzteres empfinde ich bei vielen öffentlichen Toiletten sehr störend. Die Ausgangstüre öffnet natürlich auch grad noch automatisch, damit man sich seine vorher gewaschenen Hände nicht gerade wieder verschmutzt.

Der Abend kam schon näher. Nach einem kleinen Einkaufsbummel mussten wir die Allianz Arena unbedingt noch sehen. Obwohl sich von uns dreien niemand wirklich für Fussball interessiert, war die Allianz-Arena trotzdem Pflicht. Auf dem Web berechneten wir aus Spass noch die Geschwindigkeit des Rotors eines Windkraftwerkes. Nach unserer von James Bond geprägten hinfahrt, standen solche Berechnungen und Überlegungen, wie man mit dem Flugzeug am besten durchfliegen kann, dauernd auf dem Programm.

Die Sonne stand schon kurz vor dem Horizont und wir mussten noch unbedingt den Olympiaturm besteigen. Auf dem Weg trafen wir noch auf das durchaus dynamische, moderne Gebäude der BMW Welt. Ein Halt war Pflicht.
Schliesslich auf dem Turm angekommen bestaunten wir München von oben. Die Zeit hatten wir perfekt getroffen, da gerade die Sonne unterging. Es ergab sich noch ein kleines Photoshooting :P .

Unser Tagesziel war schon fast erreicht. Der Weg führte uns fast zwangsläufig ins touristische Hofbräuhaus: Kleines Glas -> 1 Liter.

Anschliessend wollten wir uns früh schlafen legen, was schlussendlich auch nicht richtig funktionierte.

About the Author

Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

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