Die heutigen Kompaktkamera verfügen über immer mehr coole Funktionen. Vor einigen Jahren wurde zum Beispiel die Gesichtserkennung eingeführt. Schon damals für viele etwas unverständliches und unbrauchbares. Bis heute wurde diese Erkennung zwar auf einen guten Stand verbessert, doch trotzdem braucht man sie nicht wirklich.
Die Gesichtserkennung kennen wir heute auch schon in zahlreichen weiteren Online Portalen. So bietet zum Beispiel Picasa diese Funktion an und markiert jeweils die Personen automatisch auf den Fotos. Schon lange wird sie natürlich von Überwachungsorganen verwendet. Sogar Google verwendet eine Gesichtserkennung. In ihrem Fall aber nur zu Zensierung der Gesichter in Street View.
Nun gehen die Kamerahersteller sogar noch weiter. Bei DayDeal findet man heute eine Sony DSC-WX1S. Die Kamera wird mit einer “Party Station” ausgeliefert. Diese soll dem beschäftigten Partyveranstalter helfen, trotzdem einige gute Fotos festzuhalten. Die Partystation schwenkt die Kamera hin und her und sobald die Software der Kamera ein Gesicht erkennt, wird ein Foto geschossen. Natürlich gestochen scharf, wie in der Produktbeschreibung steht. Die letzte Stunde der vielen Partyfotografen von tillate.com, lautundspitz.ch und usgang.ch hat also geschlagen…
Doch bei diesem Wahnsinn hört es nicht auf. Vor einigen Monaten begann es schon mit den 3D- Kompaktkameras. Erste Hersteller wie Fujifilm führten die teuren, aber für die normale Verwendung unbrauchbaren Kameras ein. Das Prinzip ist simpel. Mit zwei Objektiven und
zwei Sensoren werden jeweils zwei Bilder eingefangen. Der Prozessor der Kamera fügt die Bilder aus den beiden Perspektiven dann so zusammen, dass ein 3D- Effekt entsteht. Doch wer nun denkt, dass sich diese Bilder nun auf dem normalen PC oder Fernseher betrachten lassen, hat sich getäuscht. Der ganze Spass funktionniert nur auf dem kleinen Display der 3D- Kamera oder auf einem speziellen 3D- Bilderrahmen. Dann sogar ohne Brille. Doch auch da gibt es Einschränkungen. Der Betrachter muss sich direkt vor dem Bildschirm befinden, in kurzer Distanz zu ihm.
Die Kamera erstellt zwar auch normale Bilder, doch gerade bei solchen Funktionen ist es nicht selten, dass dann sogar die normalen Fotos darunter leiden, weil beide Systeme nicht perfekt sind. Übrigens kostete die Finepix Real 3D W1 beim Verkaufsstart rund 500€ (ca CHF 800.-). Der Bilderrahmen 350€ (CHF 550.-). Ob das Gerät diesen Preis rechtfertigt?
Doch der Wahnsinn hört noch nicht auf. Neuerding werden sogar 3D- Bildschirme vor den PC hergestellt. Zum Arbeiten bestimmt nicht geeignet und wahrscheinlich ähnliche Einschränkungen wie beim 3D- Bilderrahmen.
Wer zum Fotobetrachten gar keinen Bildschirm mehr gebrauchen möchte, kann zu den Kompaktkameras mit integriertem Beamer greifen. Dass die Fotobetrachtung über den Mini- Beamer nur in absolut abgedunkelten, schwarzen Räumen funktionniert stört den Hersteller ja nicht.

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