Blog

flickr – Eindruck nach einigen Tagen

Nun nutze ich flickr schon etwas mehr als eine Woche. Allgemein gefällt mir das Fotoportal immer besser. Ich habe in der vergangenen Woche mehrmals Bilder hochgeladen und werde das so auch beibehalten. Hier nochmals der Link zu meinem Photostream.
Obwohl ich eher selten Fotos verkaufe, will ich meine Fotos trotzdem anderen zeigen. Gerade bei den Millionen von Usern bei flickr sollte es ja kein Problem sein, dass das eine oder andere Bild wahrgenommen wird. Doch vor allem will ich flickr auch dazu nutzen, um die Bilder meinem näheren Umfeld zu zeigen. Und früher oder später werden gerade diese Leute meine Präsenz bei flickr auch zu schätzen wissen – hoffentlich :) .

Als erstes hab ich mich natürlich gefragt, wie meine Kontakte das Bilder-Betrachten bei flickr empfinden. Tragisch zu erfahren war, dass es Personen gab, die beim ersten Anlauf nicht mal einen Blick auf meine Fotos geworfen haben. Die Begründung war, dass ihnen flickr zu umständlich ist. Doch das trifft auf flickr überhaupt nicht zu. Wenn man sich einige Male auf der Plattform bewegt hat, kommt man sehr gut damit zu recht. Mussten wir uns nicht auch zuerst an Facebook gewöhnen? Und im Gegensatz zu diesem ist das weltgrösste Fotoportal noch viel einfacher aufgebaut.
Eigentlich muss man als Besucher nur drei Sachen wissen:

1. Die Fotos sind in Alben aufgeteilt. Diese heissen bei mir z.B. “Animals”, “Architecture”, “Portrait”,… Diese Alben sind auf der Startseite meines Photostreams aufgeführt oder über die Auswahl oben erreichbar.

2. Man kann auf die Fotos klicken um sie in der Einzelansicht zu betrachten. Das ist besonders bei den kleinen Vorschauen empfehlenswert. Doch um nun alle Bilder zu Betrachten, muss man nicht etwa immer eine Seite zurückspringen, sondern kann einfach auf die Vorschau des nächsten Bildes rechts oben klicken. Alternativ kann man eine Diashow starten, was natürlich auch empfehlenswert ist.

3. Die Bilder lassen sich auch downloaden. Dazu kann man aber nicht die rechte Maustaste benutzen. Zum einen ist das gut, da die Bilder ein wenig vor einem möglichen Missbrauch geschützt werden. Zum anderen stört es aber ein wenig, da gerade bei Events die Bilder gerne gedownloadet werden. Aber auch kein Problem: Oberhalb des Bildes gibt es einen Button namens “Alle Grössen”. Nach einem Klick darauf gelangt man zu einer Seite, wo man die grösse des Bildes auswählen kann. Darunter gibt es den Link zum Download.

Mit diesen drei Grundkenntnissen sollte man relativ gut zurechtkommen.

Doch flickr bietet noch weitere coole Funktionen für Internetaktive. In dieser “Alle Grössen”- Ansicht gibt es einen Code, mit dem man das Bild direkt in seinen Blog oder auf seine Homepage einbinden kann. Einzige Bedingung ist, dass die Verlinkung zum Originalbild auf flickr erhalten bleibt. Diese tolle Funktion hat für den Blogger, wie auch den Fotografen einen Vorteil. Der eine hat eine Auswahl von über 4 Mrd. Bilder, der andere bekommt Klicks in sein Flickr-Profil und wird bekannt.

Oft wird behauptet, dass Bilder auf flickr in der Masse untergehen. Doch das empfinde ich überhaupt nicht so. Man ist zwar Teil eines grossen Portales, doch die eigene Galerie geht trotzdem nicht in Bilder fremder Personen oder Werbung unter.

Wie man schnell bemerkt, verfügt flickr auch über eine Kommentarfunktion. Doch leider ist es sehr schwierig Kommentare zu erhalten. Die meisten Kommentare sind zudem überhaupt nicht konstruktiv. Bei flickr ist einfach alles gut ;) . Der Grundsatz der meisten Benutzer scheint zu sein: Such dir irgendein Element im Bild und schreibe es in den Kommentar. Alternativ: cute, nice shot, well captured, like it, love it, wow, great, awesome, …
Mir ist auch aufgefallen, dass irgendwelche schlechte Bilder meist mehr Kommentare als wirklich grossartige haben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man nie einen Kommentar bekommen wird, ist gross. Doch man kann was dagegen tun. Die Lösung ist Werbung. Das heisst, man muss viele andere Bilder kommentieren, Kontakte knüpfen und irgendwelchen Gruppen beitreten. Die unedelste Art sind die Upload-one-Comment-five-Gruppen.
Doch wir sind ja nicht wegen den Kommentaren bei flickr. Ich gebe bei guten Bildern auch gerne eine längere, ernsthafte, konstruktive Kritik. Doch es scheint mir nicht sinnvoll bei jedem Schnappschuss “toll” oder “super” hinzuschreiben.

Ich persönlich finde flickr als Bildaustausch viel praktischer als die eigene Homepage. Man hat schnell ein Bild hochgeladen und auch mehrere hundert Bilder sind schnell auf dem Server. Ich denke, dass flickr, welches von Yahoo betrieben wird, auch ziemlich zukunftssicher ist. Ansonsten würde Yahoo Unmengen von Kunden verärgern. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen auf den Pro-Account updaten, um noch mehr Funktionen nutzen zu können.

Natürlich bleibt da noch so eine kleine rechtliche Frage. Laut den flickr AGBs ist es nicht ganz klar, ob man Yahoo ein Recht zum Gebrauch der Bilder gibt. Mir persönlich ist das jedoch egal. Da ich mit meinen Bildern im Nachhinein meistens sowieso kein Geld verdiene, würden sie nur auf meiner Festplatte rumliegen. Ich habe also keinen Schaden, wenn jemand eines meiner Bilder missbraucht. Zudem sind meine Bilder keine Lebenswerke. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass ich nicht gegen Personen vorgehe, die meine Bilder einfach so benutzen.

Es wäre natürlich schön, einige Leute aus dem näheren Umfeld auch bei flickr anzutreffen. Doch das weltweit grösste Fotoportal scheint noch vielen fremd zu sein :) .

About the Author

Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

Leave a Reply