Blog

Blutiges KitKat

Richtig übel wird einem momentan bei der Greenpeace Werbung. Wie immer wird ein aktueller Zustand richtig extrem dargestellt. Damit will Greenpeace natürlich Aufmerksamkeit gewinnen. Und das funktionniert bei solchen Werbungen richtig gut.

In der Werbung wird aktuell Nestlé angegriffen. Der Slogan von Néstle wurde etwas erweitert. So lautet er im Greenpeace Video: “Need A Break? So does the rainforest”. Doch natürlich geht es nicht nur um den Slogan. Nestlé bezieht Palmenöl von Firmen, welche die indonesischen Regenwald verschmutzen und abholzen. Lokale Einwohner werden vertrieben und die Orang-Utans stehen kurz vor dem Aussterben. Greenpeace fordert einen Handelsabbruch von Nestlé mit der Sinar-Mas-Gruppe, welche für die Abholzung und den Anbau von Palmplantagen verantwortlich ist.

Die Extrem-Werbekampagne soll vor allem Nestlé selber ansprechen und zur Vernunft bringen. Zum anderen werden natürlich die Konsumenten auch beeinflusst. Greenpeace bietet den interessierten einen vorgefertigten Brief an Nestlé CEO Paul Bulcke und Verwaltungspräsident Peter Brabeck-Letmathe.

Die E-Mail beinhaltet folgendes:

Sehr geehrter Herr Paul Bulcke, sehr geehrter Herr Peter Brabeck-Letmathe

Das Palmöl, welches Sie für die Herstellung von Produkten wie Kit Kat kaufen, ist oft der Grund für die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Dadurch wird der Klimawandel angetrieben und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans zerstört.

Sie und die Händler, von denen Sie Palmöl kaufen, sind an der Zerstörung der wertvollen indonesischen Regenwälder beteiligt, indem Sie Palmöl vom berüchtigten Waldzerstörer Sinar Mas beziehen.

Sie verwerten mehr als 320’000 Tonnen Palmöl pro Jahr für die Herstellung bekannter Produkte wie Kit Kat. Nach Ihren eigenen Angaben hat sich Ihr Verbrauch von Palmöl in den letzen drei Jahren beinahe verdoppelt.
Als grösster Lebensmittelkonzern weltweit könnte Nestlé seinen Einfluss nutzen und sich für einen positiven Wandel in der Beschaffungskette von Palmöl einsetzen.

Im Gegensatz zu Nestlé hat der multinationale Lebensmittel- und Kosmetikhersteller Unilever gehandelt und seine Verträge mit Sinar Mas gekündigt. Wir fordern Sie eindringlich auf, die Verantwortung für dieses Problem nicht weiterhin auf andere abzuschieben, sondern stattdessen unverzüglich:
- aufzuhören mit Firmen der Unternehmensgruppe Sinar Mas zu handeln
- aufzuhören Palmöl und Zellstoff von Sinar Mas über Drittlieferanten zu kaufen
- sich mit der Regierung und Industrie in Indonesien dafür einzusetzen, dass Torfgebiete geschützt werden und ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern zu Stande kommt

Bitte gönnen Sie den Regenwäldern und den Organ-Utans eine Pause!

Mit freundliche Grüssen

Hier kann die Mail unterschrieben und versendet werden. Zumindest wird sich Nestlé darauf Gedanken machen.

Wie so oft ist die Werbung sehr extrem. Doch genau so kann Greenpeace aufsehen erregen. Und solange es die extremen auf der einen Seite (Abholzer) gibt, muss es ja auch eine extreme Gegenseite geben. Was meint ihr dazu?

About the Author

Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

Leave a Reply