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Street Photography

HatSchon lange war mir “Street Photography” ein Begriff. Doch genaueres über die Vorgehensweise wusste ich noch nicht. Schliesslich nahm ich dann letzten Samstag an einem Street Photography Treffen in Zürich Teil.

Bei der Street Photography geht es darum, Personen auf der Strasse in einer alltäglichen, natürlichen Situation festzuhalten. Thomas Leuthard, welcher oft auf der Strasse unterwegs ist, hat uns in die Welt dieses Bereichs der Fotografie eingeführt.

Danach schlenderten wir in der Stadt herum, um einige gute Fotos zu erstellen. Während den ersten zwei Stunden mit meiner Gruppe beobachtete ich vorallem das Vorgehen von Thomas. Ich hatte wohl ein gigantisches Grinsen auf dem Gesicht, wenn ich Thomas bei seiner Arbeit beobachtete, wie er sich auf die Menschen stürzte. Selber konnte ich mich noch nicht richtig dazu überwinden auch auf die Personen los zu gehen. Wer sich mit Street Photography auskennt, weiss nämlich, dass man da die Personen nicht um Erlaubnis fragt. Doch mit der Zeit bemerkte ich, dass die Personen gar nicht so reagieren, wie ich es mir gedacht hätte. Sie reagieren nämlich gar nicht, schauen höchstens mal weg. Bei gewissen Menschengruppen ist es aber kritisch. Doch meistens erkennt man solche auch am Aussehen.

Ganz Bescheiden mit einer 50mm Festbrennweite näherte ich mich dann auch den Personen. Mit dem 50mm musste ich ziemlich nah dran, etwa ein Meter. Klack, klack, klack, klack. Ich habe gelernt einfach mit der Serienbildfunktion draufzuhalten, bis die Person zur Kamera schaut und damit auch wenigstens ein scharfes Foto dabei ist. Die Einstellungen bei der Kamera, wie auch die Fokusfeldwahl muss man natürlich schon vorher treffen. Langes Einstellen vor der zu fotografierenden Person geht nicht.

Rechtlich gesehen ist die Street-Photography ein kritisches Thema. Personen werden ohne Erlaubnis fotografiert und veröffentlicht. Man könnte natürlich fragen. Da möchte ich aber gerne Thomas Leuthard zitieren:

Und zur immer wiederkehrenden Frage, ob ich die Leute,
welche ich fotografiere, jeweils frage, kann ich mich immer
wieder selber zitieren:

“Wenn Du vorher fragst, wird es kein gutes Fotos geben.
Wenn Du nachher fragst, musst Du ein gutes Foto löschen.”

Und so ist es! Wenn man vorher fragt wirken die Fotos immer unecht und gestellt: Immer ein Grinsen auf dem Gesicht der abgebildeten Person, egal ob es ihr gut geht oder nicht. Das ganze wird sowieso nur erst kompliziert, da jeder denkt, dass er von seinem Recht unbedingt gebrauch machen muss. Doch Street-Photography-Fotos schaden im Normalfall gar niemandem.

Damit ihr euch das noch besser Vorstellen könnt, hier ein Video über den Street Fotograf Bruce Gilden bei seiner Arbeit. Gilden ist sicher eine nennenswerte Persönlichkeit. Seine Fotos sind abstrakt und etwas besonderes. Viele mögen seine Fotos vielleicht nicht. Doch man beachte, dass er mit einer analogen Kamera fotografiert. Zudem sieht bei ihm jedes Foto ganz anders aus.

Ich kann mich an eine Diskussion in einem Forum erinnern, wo er stark kritisiert wurde, da der Blitz bei bestimmten Personen ja einen Anfall oder Zusammenbruch auslösen könnte. Würde mich wundernehmen, was ihr über ihn und die Street Photography denkt [-> Kommentafunktion].

Ich habe das Gefühl nach diesem Samstag einen grossen Fortschritt in der Fotografie gemacht zu haben. Erklären kann ich das nicht, doch es hat mir gezeigt, was wirklich wichtig und interessant ist. Vor allem bin ich erstaunt, wie viel man mit einem einzigen 50mm Objektiv anstellen kann.

Beim Treffen habe ich vieles dazugelernt und auch wieder einmal nette Fotografen kennengelernt. Die Street Photography finde ich was extrem tolles, mit dem ich mich sicher weiterbeschäftigen werde. Die Fotos zeigen Gefühle und verschiedene Menschen. Man kommt den Menschen auch näher und lernt, wie man sich überwindet.

Ein Dank an Thomas Leuthard für den coolen Tag!

You!

Huch?

Thumb Up!

Gastfreundlich

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About the Author

Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

  1. MainboarderMainboarder02-27-2010

    Interessantes Thema und interessante Bilder. Aber rechtlich sicherlich zu überdenken, ob man die Riesiken eingehen möchte und man eventuell einen cholerischen Rechtsanwalt mit Langeweile fotografiert.

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