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Knochen, Muskeln, Nerven

Letzten Mittwoch war es endlich so weit. Ich hatte auch noch die Möglichkeit die weltbekannte Ausstellung “Körperwelten” von Gunther von Hagens besichtigen zu gehen. In der Ausstellung können echte, anatomisch präparierte menschliche Körper bestaunt werden. Diese wurden von Gunter von Hagens in etlichen Stunden (pro Körper ca 1500 Stunden) wortwörtlich auseinandergenommen. Darstellungsformen, die man so noch nie gesehen hat: Ein Mensch ohne Haut in einer alltäglichen Situation, ein extrem feines Nervensystem, verschiedene Föten,…

Die Kritik an Gunther von Hagens Arbeit ist und war gross. Zum einen soll die Wurde von der Natur und dem Menschen nicht verletzt werden, indem die präparierten Menschen schon fast als Kunst betrachtet werden können. Zum anderen wurde von Hagens verdächtigt seine toten Körper durch Verträge mit Gefängnissen aus fernen Ländern bezogen zu haben. Er streitet natürlich alles ab und bis jetzt wurde auch noch nichts bewiesen. Die Körper seien alle freiwillig und ohne Zwang gespendet worden.

Unser Lehrer, mit dem wir den Ausflug durchführten, war sich auch nicht ganz sicher, wie fest wir und er selber auf die “geschälten”, toten Menschen reagieren würden. Kurz vor der Ankunft war ich mir selber auch nicht mehr ganz so sicher. Ich hatte vorher in meinem Leben wirklich noch nie einen toten Menschen in Realität gesehen. Doch alles kam anders. Die Präparate wirkten wie Modelle. Niemand von uns musste sich übergeben oder rausrennen ;) .

Besonders interessant war die Veranschaulichung einer Raucherlunge und des vollständigen Nervensystems. Bei der Freilegung des Nervensystems wurden die Nerven mit einem Kunsstoff gefüllt (?) und anschliessend der übrige Körper durch Enzyme abgebaut.
Meiner Meinung nach hätte die Ausstellung noch mehr auf die Herstellung und Präparation eingehen können.

Für kurze Zeit kam ich mir dann plötzlich wie im falschen Film vor. Bin mir nicht sicher, ob mich die Ausstellung doch ein wenig beeinflusst hat. Es war folgendermassen: Irgendwann stand ich dann plötzlich alleine in einem Durchgang. Plötzlich erscheint hinter plötzlich eine Gestalt. Ich drehe mich, sehe einen schwarz bekleideten Chinesen und denke sofort an “Ninja!” und stehe regungslos da. Als er an mir vorbeigeht schaue ich ihm nach und lese auf der Rückseite seines Pullovers “CSI Security”. Erst auf den zweiten Blick fällt mir auf, dass dort “CAS Security” steht.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Zürich und einem Fotoshooting mit der Klasse mitten im Bahnhof machten wir uns wieder auf die Reise nach St.Gallen.

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About the Author

Julian StiefelJulian Stiefel ist Hauptautor und Gründer dieses Blogs. In seiner Freizeit beschäftigt sich Julian vor allem mit den Themen Fotografie und Journalismus. Viele Beiträge deuten auch auf ein grosses Interesse an Computern und Netzwerken hin. Der Ausgleich zum technisch orientierten Alltag findet Julian beim Biken und Autofahren.View all posts by Julian Stiefel →

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