Die Story vom Frosch im Salat kennt nun schon fast die ganze Schweiz. Der französische Laubfrosch wurde vor etwa zwei Wochen in einem Salat aus der Migros gefunden. Unzählige Medien haben über den Frosch berichtet, sodass er nun schon berühmter als manch wichtigeres Lebewesen ist. Gleichrangig mit Ereignissen wie das Beben in Haiti hat die Presse in den Schlagzeilen über ihn berichtet. Was macht dieses knapp zwei Zentimeter lange Lebewesen so wichtig?
Wahrscheinlich sollte nun die oben gestellte Frage benatwortet werden. Doch ich weiss darauf selber keine Antwort. Es ist weder sehr schlimm, dass ein Tier sich in einem Salat versteckt, noch unmöglich. Da solche Situationen bei uns offenbar eine Seltenheit sind (der guten Logistikzentren sei dank), haben die Medien das Ereignis extrem überbewertet.
Einige Begebenheiten der Geschichte sind aber äusserst mysteriös:
1. Die Presse berichtet seit dem Anfang von einem Frosch in einem verpackten Fertigsalat. Doch in der Kantonsschule am Burggraben, wo sich der Frosch nun nach zwei Wochen befindet, weiss man, dass er in einem offenen Salat gefunden worden ist (oder es wird zumindest so behauptet).
2. Der Frosch ist französischen Ursprungs. Pflegt nicht die Migros das “Aus der Region, für die Region”- Motto?
3. Es spricht doch eigentlich nicht fürs Unternehmen, wenn Lebewesen in Lebensmitteln gefunden werden. Doch die Migros konnte das Unheil toll abwenden. “Da sieht man wieder einmal, wie frisch unsere Lebensmittel sind”, lautete die Aussage der Migros. Ob man bei einer Schnecke das gleiche denken würde?
4. Die Medien berichten sogar, wie der Frosch die Messer der Salatschneidmaschinen bei der Verarbeitung überlebt hat. Toll wie genau sie es wissen! Doch wie war das mit Frischsalat und Fertigsalat?
5. Hat die Frau den Salat danach noch gegessen?
6. Der Frosch könnte von einem Logistikmitarbeiter in einem Salat ausgesetzt worden sein
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Die oben genannten Punkte sind natürlich zum Teil extrem bei den Haaren hergezogen. Ich will damit nur ausdrücken, dass sowas schon mal vorkommen kann und nach längerem Hinschauen kein Wunder ist. Einen kleinen Artikel im Lokalteil wäre es immerhin wert.

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